Fotografie bedeutet für mich, die Welt so festzuhalten, wie ich sie sehe & fühle.
Einen Augenblick festzuhalten, den es so nie wieder geben wird. Diese Einzigartigkeit faszinierte mich schon immer.
Ich glaube, ich sehe viele Dinge, an denen andere einfach vorbeigehen. Kleine Momente. Blicke. Licht. Stimmungen. Dieses Gefühl, wenn plötzlich für einen kurzen Moment alles irgendwie genau richtig & stimmig aussieht.
Ich fotografiere nicht nur, um ein schönes Bild zu machen. Ich fotografiere, weil ich Dinge festhalten möchte, die man nicht noch einmal genauso erleben kann.
Einen Moment.
Ein Gefühl.
Eine besondere Stimmung.
Etwas, das vielleicht nur für ein paar Sekunden existiert.
Für mich ist Fotografie deshalb auch irgendwie eine Art, Erinnerungen zu bewahren. Nicht nur etwas, was passiert ist, sondern vor allem, wie es sich angefühlt hat.
Vielleicht liebe ich deshalb auch die kleinen, echten Momente so sehr. Die Momente, die nicht geplant sind. Die niemand extra für die Kamera macht. Ein ehrliches Lachen. Ein kurzer Blick. Wind in den Haaren. Menschen, die für einen Moment vergessen, dass jemand Sie fotografiert.
Und gleichzeitig liebe ich es, Orte und Landschaften zu fotografieren, die etwas in mir auslösen. Orte, an denen ich einfach stehen bleiben muss und denke: Wow. Wie wunderschön kann unsere Erde eigentlich sein?
Ich glaube, Fotografie ist für mich auch eine Art, die Welt bewusster wahrzunehmen.
Sie bringt mich dazu, langsamer zu werden. Genauer hinzusehen. Im Moment zu sein.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie mir so viel bedeutet.
Weil ich durch die Kamera nicht nur Erinnerungen festhalte.
Ich lerne dadurch auch, sie überhaupt erst richtig zu sehen.
Ein Beitrag von Luana Gandossi